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Food Photo Festival: „Vi elsker mad fotografi!“


27/10/2015
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Das war dänisch und bedeutet: „Wir lieben Foodfotografie!“

 

Riegg_Partner_FoodPhotoFestival_Vejle

 

Um uns in unserem Spezialgebiet fortzubilden und neue Inspirationen zu holen, gehen wir schon mal in die Lüfte und fliegen über 1000 Kilometer ins schöne Dänemark. Für unseren Fotografen Jesper fast ein Heimspiel, schließlich ist er Halb-Däne, und konnte so an der ein oder anderen Stelle für Lisa als Übersetzer einspringen.

Drei Tage lang waren die beiden beim Food Photo Festival im idylischen Ort Vejle, der in diesen Tagen zum Anlaufpunkt für alles wurde, was in der Foodfotografie-Szene Rang und Namen hat.

 

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Food Photo Festival 2015: Faszination Foodfotografie

In den Räumen einer alten Spinnerei wurde eine Kombination aus Fotoausstellung und interaktiven Vorträgen und Workshops angeboten.

Lisa und Jesper starteten mit einem Vortrag zu einem ganz speziellen Kochbuchprojekt – dem „Cookbook noir: Dead & Fermented“. Mit außergewöhnlichen Bildern und einer extrem aufwendigen Gestaltung ist es eigentlich viel mehr als „nur“ ein Kochbuch. Vielmehr empfanden wir es als ein Stück Kunst mit einer spannenden Story, bei dem man die Leidenschaft für das Projekt regelrecht spüren kann – beim bloßen Durchblättern und erst Recht im persönlichen Gespräch mit den Machern Steven Achiam und Henrik Yde.

 

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„Cookbook noir: Dead & Fermented“

 

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Später durfte ein Besuch bei Stevan Pauls Vortrag zum Thema „Self-Marketing in Social Media“ nicht fehlen. Schließlich war der Blogger („NutriCulinary“), Food Stylist und Kochbuchautor auch schon bei diversen Fotoshootings im Riegg & Partner Fotostudio beteiligt. Wir nutzten die Möglichkeit, um Stevan ein paar Fragen zu stellen.


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5 Fragen an… Interview mit Stevan Paul

 

Stevan, du hast in deinem Leben schon in verschiedensten Berufen gearbeitet, mit dem Thema Food hatten alle zu tun. Was hast du am liebsten gemacht?

„Immer noch koche ich am liebsten einfach. Ich habe immer noch am meisten Spaß an dem alten Zaubertrick aus ein paar Zutaten ein gutes Essen zu machen. Am liebsten koche ich für viele Leute. Schreiben ist dagegen eine sehr einsame Angelegenheit und beim Foodstyling erfüllt man ja oft einfach nur bestmöglich die Wünsche des Kunden. Beim Kochen bin ich frei.“

 

Beim Thema Food-Styling hat jeder sicher seinen eigenen Stil. Trotzdem: Was sind deine absoluten No-Gos?

„Wirkliche No Go’s gibt’s tatsächlich nicht, nur Lieblosigkeit, das ist das Schlimmste und das sieht man auch. Du musst Deinen Job wirklich gerne machen.“

 

Muss Essen für dich immer schön aussehen oder darfs privat auch einfach mal „nur“ schmecken?

„Ich richte auch privat gerne schön an, man soll ja auch sehen, dass ich das Gericht bestenfalls mit Liebe gekocht habe. Noch wichtiger sind mir privat aber vorgewärmte Teller, kaltes Essen geht gar nicht. Selbst wenn da “nur“ meine Frau und ich sitzen, die Teller sind warm.“

 

Das Lieblingsgericht aus deiner Kindheit?

„Meine Mutter war noch Studentin als ich geboren wurde und in den ersten Kinderjahren war wirklich wenig Geld da und es gab z.B. Spiegeleier mit Spinat und Kartoffelpüree, Bratwurst mit Sauerkraut und Kartoffelpüree (nannte sich Räuber Hotzenplotz-Essen) und ganz oft auch Nierchen in brauner Sauce mit Kartoffelpüree. Die mochte ich am liebsten, ich wusste nicht was das war, die knubbelten so schön mit Biss, herrlich. Esse ich heute noch gerne. Mit Kartoffelpürree natürlich.“

 

Und zum Schluss wollen wir ein bisschen neugierig sein: Welches Projekt steht als nächstes an?

„Dieses Jahr habe ich drei Kochbücher veröffentlicht, ein viertes „Open Air – das Festival und Camping-Kochbuch“ erscheint Anfang Februar. Das war zuviel, aber Kochbücher brauchen eben ihre Zeit und müssen raus, wenn erstmal die Idee in der Welt ist. Ich mach jetzt Kochbuchpause und arbeite endlich weiter an meinem Roman, der dann im kommenden Herbst erscheint, wenns gut läuft!“

 

 

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Stevan Paul bei seinem Vortrag „Selbstmarketing für Foodfotografen in den sozialen Netzwerken“

 

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Inspirationen zum „Mit-Nachhause-nehmen“

Was haben wir letztendlich aus Dänemark an Inspirationen, Trends und neuen Ideen mitgenommen?

  • Neue Wege gehen lohnt sich: Man sollte beim Fotografieren öfter von der klassischen Vorgehensweise abweichen und mit Licht und Perspektive spielen.
  • Weniger ist mehr: Klar wir bewegen uns im Bereich der Werbefotografie. Und dennoch sollte man öfter die Werbebotschaft etwas in den Hintergrund stellen und der Inszenierung des Bilds mehr Raum geben.
  • Cooler werden: Was wir definitiv mitnehmen ist Mut – zu neuen Ansätzen in der Foodfotografie und zu einer mutigen Herangehensweise.
  • Qualität ist king: Das gilt sowohl für die zu verarbeitenden Lebensmittel bzw. Rohstoffe als auch die Zubereitung. Neben den Produkten tritt die Story dahinter immer mehr in den Vordergrund. Und auch die Köche und Food-Stylisten werden wichtiger, denn mit ihrem Gesicht und Namen stehen sie über hochwertige Produkte ein.

 

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Fotografien von Per-Anders Jörgensen

 

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Das idyllische Vejle

 

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Flugzeug-Food

 

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